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Das erste Kind raus

Mein ältester Sohn kam diese Woche mit ganz großen Neuigkeiten zu Besuch. Er ist wirklich so ein kleiner Überflieger, hat mit 17 sein Abitur gemacht, danach gleich das Studium angefangen und ist jetzt stolzer Besitzer eines Einser-Bachelor-Abschlusses. Da bin ich so unglaublich stolz drauf, mein Sohn hat einen Studienabschluss

Er kam am Dienstag ganz entspannt nach Hause und verbrachte fast den ganzen Abend mit uns, ohne eine Wort zu sagen. Dann, erst beim Abendbrot, sagte er wie beiläufig: „Achso, ich hab übrigens meine Noten bekommen. Ich hab mit 1 bestanden.“ Wir waren so perplex, dass uns erst mal die Münder offen gestanden haben müssen. 

Meine Frau ist dann natürlich aufgesprungen und hat in beglückwünscht. Ich selbstverständlich auch. Das er das schon machen würde, war mir eigentlich klar. Aber das jetzt so bestätigt zu wissen, ist doch ein wirklich tolles Gefühl. Und im Anschluss haben wir einen Familienausflug geplant. Die Abschlusszeremonie wollen wir schließlich nicht verpassen und er hat nicht gerade um die Ecke studiert. 

Immerhin sehen wir dann alle mal, wo er die letzten drei Jahre studiert hat. In all der Zeit haben wir es einfach nicht geschafft, ihn zu besuchen. Mit den fünf anderen Kindern ist es nur in den Ferien möglich und da war er so gut wie immer auch bei uns. 

Ich bin schon echt froh, dass die anderen noch nicht so weit sind. Jetzt ist der Erste wirklich komplett aus dem Haus, hat einen Abschluss und wir müssen damit zurechtkommen. Das Elterndasein ist nicht immer einfach, aber es bietet so manche Überraschungen. Ich kann nicht verstehen, wie manche Leute nur ein Kind haben können – die Zeit ist doch eh schon so kurz. Wenn das raus ist, was bleibt denn dann noch?

21.7.12 17:15


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Zu blöd zum E-book lesen

Stellt euch vor, ich habe eins dieser E-book-Geräte für meine Frau bestellt. Das war tatsächlich eine kleine Herausforderung. Zuerst hab ich nach den Angeboten im Internet gesucht. Da gab es ja unzählige Meinungen, welches Gerät jetzt besser sei. Ich hab mich dann für die 119 Euro Variante entschieden. Das soll einfach sein und Vertrauen zu dem Online-Anbieter hab ich eigentlich auch. Das ganze musst ich aber natürlich an meiner Frau vorbeischummeln. Nicht so leicht, weil sie gerade Ferien hat – sie ist Lehrerin. Die Kinder hätten mir zwar geholfen, aber mir was es dann doch sicherer, das Ding an meinen Kumpel zu schicken. Bei ihm hab ich das vor der Arbeit abgeholt und dann bei mir im LKW aufgeladen. Echt ein kleines Ding, und ganz schön leicht dazu. Auf einem Rastplatz dachte ich mir dann, ich probier es einfach mal aus. Das war wahrscheinlich schon der erste Fehler. Ich hätte warten sollen, bis meine Kinder dabei sind, damit sie mir das erklären. Ich bin ja bei Technik nicht doof, aber das Ding hat mich zur Weisglut gebracht. 

Die Anleitung ist minimal, eigentlich steht da nur drauf, dass man das Gerät aufladen soll. So weit war ich ja schon – zum Glück haben wir heutzutage überall USB-Anschlüsse, selbst bei unseren Radios. Ansonsten war auf dieser einen Büchlein-Seite nur zu sehen, welche Knöpfe wofür zuständig sind. 

Jetzt gab es diesen Anknopf, ganz einfach erkennbar, und ich drücke da drauf rum wie ein blöder. Eine viertel Stunde hab ich das Ding hin- und hergewendet, aber es wollte sich einfach nichts tun. Erst als ich Zuhause war, konnte mein zweitältester Sohn mir helfen. Meine Frau war gerade die Zwillinge zum Fußball bringen. Er meinte, ich solle ganz lange raufdrücken. Toller Tipp, das hatte ich natürlich auch getan. Aber er beharrte darauf, es wirklich sehr, sehr lange gedrückt zu halten. Und siehe da, ein Wunder, das grüne Licht leuchtete plötzlich und der Bildschirm erwachte. 

So viel zu einfach.

13.7.12 14:57


Ausgebremst

Da ich ja als Kraftfahrer ständig auf den Autobahnen unterwegs bin, erlebe ich wirklich unglaublich viel. Ich hab schon mal überlegt, ein Buch darüber zu schreiben, weil man manche Sachen einfach sonst nicht glauben würde.

Das geht ja schon los, wenn Motorradfahrer sich mit krankhaften Geschwindigkeiten durch einen Stau zwängen. Ich kann ja verstehen, dass sie schneller schmaler sind und gut durch die Lücke passen. So gerne wünsch ich mir manchmal, einfach weiterzufahren, die Staus komplett ignorieren zu können. Aber muss es denn sein, da mit 80 oder 100 vorbeizurauschen und sich und alle anderen in Lebensgefahr zu begeben. Meinetwegen sollen sie langsam, mit Schrittgeschwindigkeit an allen anderen vorbeifahren, da mach ich sogar noch platz. Aber viel zu oft übertreiben sie es maßlos. Gestern, nach einem langen Tag mit drei Staudurchfahrten, hatte ich wirklich lust einfach links auszuscheren. Ich hätte ihn voll erwischt, aber am Ende sind wir es dann, die Kraftfahrer, die vom Gesetz angeprangert werden. 

Auch eine schöne Geschichte, die ich immer wieder erzähle: Vor ungefähr einem Jahr bin ich gerade von einer Raststelle heruntergefahren, das ist immer etwas heikel, denn wenn die Autobahn voll ist und dich keiner reinlässt und du kurz vor der Einfahrt anhalten musst, dann hast du schon verloren. Du musst bremsen, auf dem Beschleunigungsstreifen vielleicht sogar anhalten und dann schaffst du es nie, auf die Fahrbahn zu kommen. Genau das ist mir an dem Tag passiert, aber irgendwie musste ich ja weiterfahren. Also Blinker an, auf dem Standstreifen weitergefahren und in eine Lücke gedrängelt. Was sollte ich machen. Jedenfalls muss ich einen Transporter damit richtig verärgert haben, denn der sauste plötzlich an mir vorbei, scherte direkt vor mir ein, und ich meine direkt, und bremst ab. Ich war wirklich keine 10 cm von seinem Heck entfernt, was denkt der wie schnell ich den Laster bremsen kann. 

Und dann war er weg. Ich hab mir noch die Nummer gemerkt, aber das bringt ja doch nicht viel.

2.7.12 04:56





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